Gruppen

Gruppe 1: Kreatives Schreiben als Therapie
Leitung: Adak Pirmorady Sehouli (Berlin), Susanne Diehm (Berlin)
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Gruppe 2: Crashkurs Sexualmedizin für die gynäkologische Praxis
Leitung: Markus Valk (Wesel)
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Gruppe 3: Innehalten: Stressreduktion durch Achtsamkeit und Selbstmitgefühl (Basierend auf Mindfulness-based stress reduction: MBSR und Mindful Self-Compassion: MSC)
Leitung: Beate Preißler (Berlin)
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Gruppe 4: Wenn Kommunikation zur Herausforderung wird! - Risiken und Chancen der Arzt-Patienten-Beziehung
Leitung: Carsten Braun (Gelsenkirchen)
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Gruppe 5: Veränderungspotential erkennen und Selbstwirksamkeit stärken: „Verfolge ich den alten Weg oder nehme ich einen Neuen?“ - Selbsterfahrung durch Körper und Emotion
Leitung: Rachel Raoul (Dresden)
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Gruppe 6: Lebenssituation(en) geflüchteter Frauen und deren aktuelle soziale und gesundheitliche Versorgung
Leitung: Theda Borde (Berlin), Sybill Schulz (Berlin), Martha Engelhardt (Berlin)
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Abstracts:

Gruppe 1: Kreatives Schreiben als Therapie
Leitung: Adak Pirmorady Sehouli (Berlin), Susanne Diehm (Berlin)

Gesundheitsförderndes Kreatives Schreibe - Ressourcen und Resilienz - Stärkung durch Kreativtherapien - Wie kann das funktionieren?

Aus dem gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben und dem Buch "Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft", Kösel-Verlag, ist ein multimodales Konzept entstanden, das Schreiben, Malen und Collagieren einbezieht.

Dieses auf Gruppenarbeit basierende Konzept stellen die Dozentinnen vor. Es geht um die Fragen: Was ist Kunsttherapeutisches Kreatives Schreiben, wie wirkt diese Form der kunsttherapeutischen Therapie auf mich, wann und wo kann ich sie einsetzen, warum beschleunigt diese Methode den seelischen Heilungsprozess und befördert die Lebensqualität? Wo kann ich mich ausbilden lassen? Die Übungen und das Teilen der Texte in Kombination mit der Gruppenerfahrung sichern das nachhaltiges Erlernen einer Technik, welche sowohl für die eigene Gesundheit als auch für die Heilungsprozesse unserer Patienten eingesetzt werden kann.

Im Workshop steht die Selbsterfahrung im Vordergrund: Geschrieben werden auf einen Schreib- Kunst- oder Literaturimpuls hin Texte, Verwandlungsgeschichten, Briefe und Alltagsgedichte. Als Instrumentarium lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Methoden aus dem Repertoire des Kreativen Schreibens mit kunsttherapeutischen Aspekten kennen, vom „Blinden Malen“ über die Collage und das Freewriting bis hin zum Zevenaar. Ziel ist, über das eigene Spüren und das Erweitern des Binnenraumes eine Basis für eine verbesserte Auseinandersetzung mit dem Selbst zu schaffen und dieses ggf. auch in die Arbeit mit den Patienten einfließen zu lassen.
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Gruppe 2: Crashkurs Sexualmedizin für die gynäkologische Praxis
Leitung: Markus Valk (Wesel)

Die Sexualmedizin gewinnt in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung im gynäkologischen Alltag!

Wissen und Kommunikationssicherheit wird aber von vielen KollegInnen als nicht ausreichend beschrieben.

Der Kurs soll kurz und prägnant, praxisnah und umsetzbar die wichtigsten Anforderungen für Klinik und Praxis vermitteln. Dabei geht es nicht nur um die Funktionsstörungen, sondern auch um die Bedeutung der Sexualität für die Gesundheit und die Partnerschaft!

Dies geschieht im Workshop-Format unter Einbeziehung der Bedürfnisse der Teilnehmer!

Ich freue mich auf ein lustvolles Seminar!
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Gruppe 3: Innehalten: Stressreduktion durch Achtsamkeit und Selbstmitgefühl (Basierend auf Mindfulness-based stress reduction: MBSR und Mindful Self-Compassion: MSC)
Leitung: Beate Preißler (Berlin)

In einem Umfeld mit hohen privaten und beruflichen Anforderungen kommen Sie als Ärzt/innen genauso wie Ihre Patientinnen möglicherweise hin und wieder an Grenzen: körperliche oder mentale Herausforderungen, Umbrüche, Verlust von Angehörigen, von Lebensqualität …oder es sind die vermeintlich kleinen Hürden des Alltags - das Interesse an Ausgleich und innerer Balance ist bei vielen von uns groß.

Die Achtsamkeitsmeditation unterstützt uns dabei, uns gut um unseren Körper zu kümmern und aufmerksam auf unsere Bedürfnisse zu hören. Es genügt dabei eine interessierte, offene und nicht urteilende Haltung zu dem, was uns begegnet.

Dieses Innehalten und sich wohlwollend sich selbst zuwenden, inmitten von allem, was Sie innerlich oder äußerlich beschäftigt, ist ein wohltuender und nährender Akt der Selbstfürsorge. Sie lernen an diesen Tagen die jederzeit in Ihnen vorhandene Fähigkeit der Freundlichkeit, Bewusstheit und Verbundenheit in sich kennen, mit der Sie sich (oder anderen) auch in zukünftigen schwierigen Situationen auf unterstützende Weise begegnen können.

Inhalt: Die aufeinander aufbauenden Gruppentage beinhalten praktische und alltagstaugliche Übungen aus der Achtsamkeits- und Selbstmitgefühlspraxis, achtsame Bewegung, Stille und Austausch und auch ein wenig Theorie und Forschungshintergrund. Auf Wunsch erhalten Sie Meditationsaufnahmen für zu Hause. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, die Kleidung kann leger sein.
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Gruppe 4: Wenn Kommunikation zur Herausforderung wird! - Risiken und Chancen der Arzt-Patienten-Beziehung
Leitung: Carsten Braun (Gelsenkirchen)

Frau Meyer kommt zum x´ten mal mit diesen Schmerzen „als würde ihr mit dem Messer die Brust abgeschnitten“ – Herr Schulze sitz wie immer wortkarg vor Ihnen, macht ein bekümmertes Gesicht, aber Sie müssen ihm buchstäblich jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen.

Das Gespräch zwischen Arzt und Patient sowie die sich daraus ergebende Beziehung ist ein fundamentaler Baustein fast jeder Diagnostik und Therapie. Aber es kann auch ganz schön anstrengend sein und Nerven kosten.

Welche sind die Mechanismen die ein Gespräch erfolgreich machen? Was ist passiert wenn man auf einmal am liebsten schreiend weglaufen möchte?

Anhand von Fallbeispielen der Teilnehmer*innen wollen wir im Verlauf der Gruppe lernen wie man Fallstricke und pathologische Muster erkennt, wie Empathie gelingt und Eskalation vermieden wird. Eine tragfähige Arzt-Patient-Beziehung ist der erste Schritt zur Heilung und der beste Weg die Ressourcen der Behandler*innen zu schon.
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Gruppe 5: Veränderungspotential erkennen und Selbstwirksamkeit stärken: „Verfolge ich den alten Weg oder nehme ich einen Neuen?“ - Selbsterfahrung durch Körper und Emotion
Leitung: Rachel Raoul (Dresden)

Durch körper- und tanztherapeutische Interventionen leite ich Sie zum Bewusstsein der eigenem Verhaltens- und Denkmuster an. Mittels Bewegungen und Gestaltungen nehmen Sie Emotionen und eigene Bedürfnisse deutlicher wahr und geben Sie einen Ausdruck zu Ihren Wünschen und Sehnsüchten. Flexibilität, Mut und Kreativität werden Sie experimentieren und in Ihrem Alltag umsetzen können.

Ziel des Workshops sind innere Kräfte aktivieren, eigene Themen mit dem Blick auf gestern, heute und morgen schärfen u.o. verändern. Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen: „Was macht mich aus und was gehört zu mir? Was habe ich geerbt und verinnerlicht? Wovon möchte ich mich distanzieren oder mich abgrenzen? Wo liegen die Möglicheiten und Hindernisse?“.

Technik und Methode: Tanztherapie - Körperliche Achtsamkeit – Schematherapie – Gestalttherapie

Mitzubringen: legere/bequeme Kleidung und Socken/Turnschuhe
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Gruppe 6: Lebenssituation(en) geflüchteter Frauen und deren aktuelle soziale und gesundheitliche Versorgung
Leitung: Theda Borde (Berlin), Sybill Schulz (Berlin), Martha Engelhardt (Berlin)

Die Lebenssituation geflüchteter Frauen in Deutschland ist oft durch die längerfristige Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und das Zusammenleben mit Partner und Kindern auf engem Raum geprägt. Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten der Frauen steht oftmals eine unzureichende Sprachentwicklung und -anwendung aufgrund fehlender Privatsphäre, Lernräume und Kinderbetreuung entgegen. In Expert*innentalks mit geflüchteten Frauen und im Rahmen eines Pilotprojektes zum unabhängigen Beschwerdemanagement in Berliner Flüchtlingsunterkünften 2018/2019 sind Hemmnisse und Unterstützungsbedarfe für ein gutes Ankommen und eine gelingende Integration deutlich geworden.

Für die Gesundheitsversorgung wurde darüber hinaus eine Unterinanspruchnahme bei körperlichen und psychischen Beschwerden sowie eine verzögerte Schwangerenvorsorge gezeigt, die auf sprachliche Kommunikationsbarrieren, geringe Gesundheitskompetenzen und erlebte Diskriminierung zurückgeführt wird (female refuge study 2017). Die Situation von Frauen und Neugeborenen rund um die Geburt ist ein wichtiger Hinweis auf die Qualität des Gesundheitssystems. Hier setzt die DFG-geförderte Studie „Analyse kontextueller Faktoren und Faktoren des Gesundheitssystems auf die Versorgung geflüchteter Frauen in Schwangerschaft und Geburt“ an, die derzeit in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird.

Erste Ergebnisse des qualitativen Studienteils werden zur Diskussion gestellt. Auf der Grundlage von Interviews mit Fachkräften aus Versorgungsbereichen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie auf der Basis von Interviews und Fokusgruppendiskussionen mit geflüchteten Müttern, die in den letzten drei Monaten in Deutschland ein Kind geboren haben, werden Probleme und Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven, aber auch Möglichkeiten einer angemessenen Unterstützung und Versorgung erkennbar.
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