Gruppen

Gruppe 1: „Kann ich halten ohne festzuhalten?“ - „Halten und loslassen“ erfahren durch den Körper und die Emotionen
Leitung: Rachel Raoul (Dresden)

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Gruppe 2: Bildnerische Begegnung. Das Portrait als Gegenüber.
Leitung: Margarete Schuster (Hasbergen)

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Gruppe 3: Essstörungen in der gynäkologischen Praxis: Patientinnen mit Essstörungen gemeinsam behandeln
Leitung: Susanne Mohr (Jena)

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Gruppe 4: Sterben in der Familie - eine systemische Perspektive
Leitung: Christine Schleußner (Jena)

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Gruppe 5: Balintarbeit für junge FrauenärztInnen
Leitung: Uwe Wutzler (Stadtroda), Hans-Joachim Heuzeroth (Weimar)

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Abstracts

Gruppe 1: „Kann ich halten ohne festzuhalten?“ - „Halten und loslassen“ erfahren durch den Körper und die Emotionen
Leitung: Rachel Raoul (Dresden)

Für einen sicheren Halt zu sich selbst und zum Gegenüber werden Sie Stabilität, Bodenständigkeit  und Selbstvertrauen erspüren und festigen. Als Nächstes möchte ich mit Ihnen durch interaktive und spielerische Übungen Empathie und Einfühlsamkeit stärken, um loszulassen. In der Gruppe kann sich ein Gefühl von Zusammenhalt und von Verbindungen entwickeln.

Ein Rollenwechsel vom „Halten/ gehalten werden“, vom „Tragen/ getragen werden“ lässt eigene Verhaltens- und Denkweisen erkennen: Fühle ich mich verantwortlich – überfördert – lästig ? Durch Innehalten können Sie die Emotionen bewusster wahrnehmen,  sie in Bewegung bringen und experimentieren. Um den eigenen Verarbeitungsprozess und den Zugang zu Gefühlen zu ermöglichen, nutzen wir Materialien und Visualisierung.

Was im Körper festgehalten wird, drückt sich durch Verspannungen und Blockaden aus. Es kann ein Gefühl von Beklemmung, Hilflosigkeit und Unbeweglichkeit folgen. Um sie abzuschwächen, biete ich Ihnen Entspannungsverfahren zur Lockerung und Entspannung.

Technik und Methode: Tanz und Körpertherapie – Yoga – Entspannungsverfahren

Mitzubringen: legere/bequeme Kleidung und Socken/Turnschuhe

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Gruppe 2: Bildnerische Begegnung. Das Portrait als Gegenüber.
Leitung: Margarete Schuster (Hasbergen)

Kunsttherapie ermöglicht auf schonende und wirksame Weise den Zugang zu inneren Bildern und unbekannten, sowie unbewussten Anteilen.

Portraits berühren dabei in besonderer Weise das Selbtbild. Durch die Gestaltung distanziert man sich von sich selbst, um sich aus der Entfernung neu zu betrachten. Die Betrachtung der eigenen Entwicklung anhand von Bildern, Fotos oder rezeptiven Portraits kann eine spannende Entdeckungsreise und Perspektivwechsel bedeuten. Die kreative Auseinandersetzung mit dem Selbst bietet somit vielfältige Möglichkeiten zur Selbstentdeckung und Selbsterfahrung und ist mit Reflexion und präziser Wahrnehmung verbunden. Dabei zielt die Kunsttherapie zielt nicht auf künstlerische Versiertheit ab, sondern setzt den Fokus auf die Selbstwahrnehmung anhand eigener, aber auch fremder Bilder.

Durch verschiedene Übungen und Methoden spüren die TeilnemerInnen in Einzel- und Gruppenarbeit dem Selbstbild nach, lernen bildnerische Ausdrucksmöglichkeiten und verschiedene kreative Materialien kennen. Bildnerisch zu thematisierende Fragen werden sein: Wer war ich?, Wer bin ich?, Wer werde ich sein?. Außerdem wird der Umgang mit dem Gestalteten geübt. Einstiegsübungen und die Arbeit mit Resonanzbildern (spontane, bildhafte Reaktionen auf den Gruppenprozess) runden die Gruppenarbeit ab. 

Es wird eine durchgehende Teilnahme an allen Gruppenterminen vorausgesetzt.

Zeichnerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Bitte bringen Sie, so vorhanden, Zeichenmaterial (Stifte, Farben, Pinsel) und je ein Foto von sich aus drei unterschiedlichen Lebensphasen mit.

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Gruppe 3: Essstörungen in der gynäkologischen Praxis: Patientinnen mit Essstörungen gemeinsam behandeln
Leitung: Susanne Mohr (Jena)

Essstörungen sind psychosomatische Erkrankungen, die im Alltag häufig interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich machen. Wir unterscheiden zwischen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und mittlerweile auch der Binge – eating – Störung, wobei Mischformen vorkommen und atypische Ausprägungen häufig sind. Bei der Entstehung wirken verschiedenen biopsychosoziale Faktoren zusammen. Letztlich sind die Gründe für eine Essstörung für jedes Mädchen und jede Frau (und natürlich auch jeden Mann) auch als ein Teil der persönlichen Biographie zu verstehen. Gemeinsam ist den verschiedenen Störungen, dass ständige Gedanken an Essen, Figur und Gewicht das tägliche Leben bestimmen. Essstörungen sind meist keine vorübergehende Krise , sondern vielmehr Ausdruck und letztlich Lösungsversuch individueller tiefliegender seelischer Probleme. Der Übergang vom auffälligen zum krankhaften (Ess-)verhalten verläuft dabei oft schleichend. Doch ab welchem Punkt handelt es sich um eine Störung von Krankheitswert ?

Den Rahmen der Gruppenarbeit soll ein Gruppensetting darstellen. Im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen wollen wir Strategien entwickeln für den Umgang mit essgestörten Frauen in Ihrer Praxis. Wir werden dabei kurze Impulsreferate zu verschiedenen Aspekten anbieten (Epidemiologie, Prävention, Diagnostik und Psychotherapeutische Optionen), sowie die sinnvolle Kooperation von Frauenärzten und Psychotherapeuten diskutieren.

Wir freuen uns ausdrücklich über Ihre Episoden, Erfahrungen und eigene Fallvignetten zum Umgang mit diesen oft schwierigen Patientinnen. Die Gruppe wird davon leben, über konkrete Erfahrungen den einstig in die Diskussion verschiedener Aspekte zu finden. Dabei wird die gemeinsame Arbeit angelehnt sein an das setting einer Balintgruppe, die um Kurzreferate ergänzt wird.

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Gruppe 4: Sterben in der Familie - eine systemische Perspektive
Leitung: Christine Schleußner (Jena)

In der Palliativmedizin begleiten und betreuen wir nicht nur schwer erkrankte Menschen in ihrer Lebensphase, sondern auch deren spezielle „Patientensysteme“.

Aus dieser systemischen Perspektive heraus möchten wir in 5 Sitzungen an konkreten Fällen die verschiedenen Aspekte, Situationen, Umstände der von uns zu betreuenden, schwer erkrankten oder/und sterbenden Frauen betrachten und uns gemeinsam Möglichkeiten in der Betreuung sowie Lösungen für vorliegende oder anstehende Probleme erarbeiten.

Themen der Gruppensitzungen:

1. Die schwer erkrankte Frau in ihrer Situation, mit ihrer Biographie, mit ihren Möglichkeiten zur Krankheitsverarbeitung, zur Bewältigung schwerer Krisen, zur Annahme der gegebenen Situationen, von der Diagnose bis zum Versterben.

2. Die schwer erkrankte Frau in ihrer Partnerschaft, ihrer Familie und deren Möglichkeiten für eine Bewältigung des Krankheitsverlaufes, von der Diagnose bis zum Versterben.

3. Die schwer erkrankte Frau in ihrer Rolle, ihrer Situation als Mutter, mit ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten, in der Krankheitssituation mit ihrem Kind/ ihren Kindern zu kommunizieren, umzugehen, einen Krankheits-Weg gehen zu können von der Diagnose bis zum Versterben.

4. Der Umgang mit pränatale Komplikationen in der Schwangerschaft, hervorgerufen durch eine schwere Erkrankung der werdenden Mutter oder des Föten/Embryos im Mutterleib.

5. Die Situation der Frau/Mutter in der Betreuung des schwer erkrankten Neugeborenen in der Neonatologie.

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Gruppe 5: Balintarbeit für junge FrauenärztInnen
Leitung: Uwe Wutzler (Stadtroda), Hans-Joachim Heuzeroth (Weimar)

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