Gruppen

1 – Einführung in die Katathym- Imaginative Psychotherapie*
Leitung: Eva Friedrich, München
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2 – Die Lust an der Überzeichnung – Humor in der (Kunst-)Therapie*
Leitung: Margarete Schuster, Hasbergen
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3 ­ Zum Umgang mit chronischen Schmerzen in der psychosomatischen Gynäkologie*
Leitung: Friederike Siedentopf, Berlin, Constanze Hausteiner-Wiehle (Murnau)
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4 – Sexualmedizin im Gynäkologischen Alltag*
Leitung: Markus Valk, Wesel
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* Die Workshops und Gruppenarbeiten finden parallel statt. Die Gruppenarbeiten bestehen aus 3 Teilen und erstrecken sich über zwei Tage. Sie können sich daher nur für die Workshops (max. 3) oder eine Gruppe anmelden (begrenzte Teilneh-merzahl, Bestätigung in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen).

 

Abstracts:

1 – Einführung in die Katathym- Imaginative Psychotherapie
Leitung: Eva Friedrich, München

Die Katathym- Imaginative Psychotherapie ist eine Psychodynamische  Therapiemethode mit einer sie auszeichnenden Besonderheit des Zuganges: sie macht innere Bilder, die jeder unbewusst in sich trägt, durch Imaginationen nutzbar um zu einem tiefen sinnlichen Erleben von positiven und /oder konflikthaften Erfahrungen unseres Lebens zu kommen. Dabei werden unbewusste Zusammenhänge bildhaft symbolisch dargestellt (wie im Traum, aber da ist man alleine), und vermitteln über das intensive Erleben eine eigene Kraft des sinnlichen Verstehens und der Möglichkeit verborgene Konflikte in einem geschützten Raum darzustellen und Lösungen zu finden.

Im Dialog mit dem Therapeuten steigen unter verschiedenen Motivvorgaben, die Lebensthemen fokussieren (z.B. "Wiese", "Bach", "Haus"), Bilder auf. Mit der Zeit entstehen daraus intensive sinnlich erfahrbare Szenen, und daraus ganzheitliche Wahrnehmungen, Gefühle und Erinnerungen Sie enthalten in unterschiedlicher Weise aktuelle Probleme, unbewusste Konflikte, Wünsche und Phantasien und im dialogischen Verlauf erschließen sich oft  neue Möglichkeiten des Wahrnehmens, Fühlens und auch des (Probe- ) Handelns, die richtungsweisend sein können. Durch ein anschließend gemaltes Bild reichert sich der Zugang zur Imagination weiter an.

In der Gynäkologie und in der Psychosomatischen Medizin halte ich diese Methode für besonders geeignet, spricht sie doch die spezifischen körperlich- sinnlichen Erfahrungsbereiche direkt an.

Die Methode (mit Entstehung, technischen Besonderheiten, spezifischem Setting, Anwendungsbereich, Literatur und Ausbildung) ist nicht allein über den Verstand vermittelbar, daher werde ich eine theoretische Vermittlung mit der sinnlichen (Selbst-) Erfahrung verbinden.

Bringen Sie Neugier und Farben mit.
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2 – Die Lust an der Überzeichnung – Humor in der (Kunst-)Therapie
Leitung: Margarete Schuster, Hasbergen

Schon Freud verdeutlichte, dass Witz und Humor einzigartige Wege des Bewusstseins sind, übliche Verdrängungsmechanismen zu umgehen. Außerdem beschrieb er die Ich-stärkende Funktion des Sinns für Humor, gegenüber dem Über-Ich. Die Fähigkeit etwas mit Humor betrachten zu können hat einen hohen sozialen Stellenwert, sowohl im Privaten, wie auch im beruflichen Alltag.

Mit Lust an der Übertreibung und Überzeichnung finden die Teilnehmer_innen humorvoll zeichnerische, malerische, körperliche und darstellerische Ausdrucksmöglichkeiten.

Bitte bringen Sie, so vorhanden, Zeichenmaterial mit (Stifte, Farben, Pinsel).

Zeichnerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
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3 ­ Zum Umgang mit chronischen Schmerzen in der psychosomatischen Gynäkologie
Leitung: Friederike Siedentopf, Berlin, Constanze Hausteiner-Wiehle (Murnau)

Der Umgang (d.h. die Arzt-Patient-Beziehung im Sinne der anthropologischen Medizin Viktor von Weizsäckers) mit Schmerzsyndromen, v.a. mit dem chronischen Unterbauchschmerz, ist unverändert eine Herausforderung in der gynäkologischen Praxis. Doch auch wenn die Bedürfnisse betroffener Frauen besondere Anforderungen an Zeitmanagement und ärztliche Kunst stellen: Ein professioneller, empathischer, angstfreier Umgang mit Schmerzpatientinnen ist gar nicht so schwer und zahlt sich aus - gerade innerhalb der frauenärztlichen Praxis.

In den Gruppensitzungen wollen wir über das Phänomen "Schmerz" ganz generell nachdenken; das Erheben einer strukturierten Anamnese üben (einschließlich der Identifikation von Schutzfaktoren, Risikofaktoren und gelegentlicher Überweisungsgründe in eine reguläre Psychotherapie); verschiedene Gesprächsführungstechniken sowie "kleine" psychotherapeutische Interventionen (vor allem im Umgang mit Konflikten, Krisen und Tabus) kennenlernen;  und uns dabei auch über unsere eigene Rolle als "Schmerzlöser" oder "Schmerzverstärker" klar werden, dies natürlich immer unter Berücksichtigung frauenspezifischer Aspekte. 
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4 – Sexualmedizin im Gynäkologischen Alltag
Leitung: Markus Valk, Wesel

Sexualmedizinische Fragestellungen begegnen Frauenärztinnen und Frauenärzten täglich in ihrer Sprechstunde; kaum ein Teilbereich der Gynäkologie bleibt von dieser Thematik unberührt. Viele Kolleginnen und Kollegen fühlen sich in der Ansprache, Bearbeitung und Behandlung sexualmedizinischer Fragestellungen aber unsicher und nicht gut ausgebildet. Der Kurs richtet sich an die, die Unbehagen und Unsicherheit beseitigen möchten. Neben der Vermittlung von Basiswissen zu den großen vier Störungen (Schmerzstörung, Libidostörung, Orgasmusstörung und Erregungsstörung) wird ein Schwerpunkt  das Einüben kommunikativer Fähigkeiten sein. Es sollen Fälle aus dem Sprechstundenalltag behandelt werden; dazu sind die TeilnehmerInnen eingeladen, eigene Fälle mitzubringen.
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